Projektpartner und Fachbeirat
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) übernimmt als Lead-Partner die Koordination des Projektes »LIFE4HamsterSaxony«. In die Umsetzung sind mit dem Zoo Leipzig und dem Landkreis Nordsachsen zwei starke Projektpartner in das Vorhaben eingebunden. Weitere Unterstützung erhält das Projektteam durch den Fachbeirat.
Zoo Leipzig
Der Zoo Leipzig übernimmt während des Projektes die Etablierung, den Ausbau und die Leitung einer Feldhamsterzuchtstation. Damit sollen Individuen zur Aussetzung, sowie eine Reservepopulation aufgebaut werden. Mit mehreren Projektmitarbeitern betreut der Zoo die Feldhamsterzuchtstation ganzjährig, organisiert und setzt die Aussetzungen um. Nähere Informationen zu den Tätigkeiten des Zoos im Projekt finden Sie auf der Projektwebsite des Zoo Leipzig.
Landkreis Nordsachsen
Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Nordsachsen ist als zuständige Verwaltungsbehörde innerhalb des Landratsamtes in alle naturschutzrechtlichen Entscheidungen eingebunden oder trifft diese. Sie wird die spezifischen Belange des Feldhamsters in sämtlichen betreffenden Verwaltungsbereichen einbringen bzw. einfordern. Mit ihrer Erfahrung und den naturschutzrechtlichen Kompetenzen ist sie für ein derartiges Projekt ein unverzichtbarer Partner. Nähere Informationen zu den Tätigkeiten des Landratsamtes Nordsachsen im Projekt finden Sie auf der Projektwebsite des Landratsamtes.
Fachbeirat
Der Fachbeirat des Projektes wird aus den ständigen Mitgliedern des »Arbeitskreises Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen« gebildet. Der Arbeitskreis wurde 2008 ins Leben gerufen und besteht aus verschiedenen Organisationen mit spezifischem Expertenwissen, wie zum Beispiel Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden. Die Anstrengungen des Arbeitskreises waren eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg des Projektantrages. Grundlage für das Projekt »LIFE4HamsterSaxony« ist die vom Arbeitskreis erstellte »Strategie zum kooperativen Schutz des Feldhamsters im Freistaat Sachsen für die Zeitraum 2024 – 2035«.
Das Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) ist die oberste Naturschutzbehörde im Freistaat Sachsen. Es stellte die organisatorischen und finanziellen Ressourcen des bisherigen Feldhamsterschutzes bereit. Auf Initiative des Ministeriums geht die Einrichtung des Arbeitskreises Kooperativer Feldhamsterschutz zurück, dem es auch angehört.
Der Naturschutzbund Landesverband Sachsen e. V. (NABU Sachsen e.V.) steht für praktische Naturschutzarbeit, erfolgreiche Projekte und breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Er engagiert sich für den Schutz und die Akzeptanz gefährdeter Lebensräume und Arten, zum Beispiel den Feldhamster, für die Erhaltung der Biodiversität und für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Als Anwalt der Natur bringt er sich beispielsweise in Planungen ein, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind. Unterstützt wird er dabei von seinen Naturschutzinstituten, Gruppen und Naturschutzzentren.
Die NABU Arbeitsgemeinschaft Naturschutzinstitut Region Leipzig e. V. (NSI Leipzig e. V.) besteht seit 30 Jahren und wurde unter anderem mit dem Ziel gegründet, den Naturschutz und die Landschaftspflege sowie generell den Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen zu fördern. Seit 2003 werden durch das NSI Kartierungen von Feldhamstervorkommen durchgeführt (ab 2022 auch mit einem speziell ausgebildeten Artenschutzspürhund). Die Einsatzmöglichkeiten im Fachbeirat liegen bei der Erfassung der aktuellen Feldhamsterbestände inner- und außerhalb der Bestandsstützungsflächen sowie bei der Überprüfung von Hamstermeldungen jenseits dieser Bereiche.
In Zeiten, in denen die Anforderungen an die Produktivität in der Landwirtschaft steigen und gleichzeitig wirtschaftliche Zwänge zunehmen, gehen Artenvielfalt und Landwirtschaft nicht mehr automatisch Hand in Hand. Vielmehr bedarf der Erhalt unterschiedlicher Ökosysteme gezielter, die Biodiversität fördernde Maßnahmen. Erfolgversprechende Möglichkeiten erproben Landwirte und Naturschützer unter anderem in Begleitung des Regionalen Bauernverbandes Delitzsch. Landwirte und Naturschützer müssen auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um Artenvielfalt in Deutschland zu erhalten und zu fördern. Der Regionaler Bauernverband Delitzsch sieht sich als Bindeglied.
Die Aufgabenschwerpunkte des Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e. V. (LPV Nordwestsachsen e. V.) liegen in der Suche und der Vermittlung von praktischen Maßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen, der Umweltbildung sowie der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in Bezug auf die Umsetzung von Bewirtschaftungsmaßnahmen.
Die gemeinnützige Stiftung öffentlichen Rechts Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) wurde 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Dresden. Sie nimmt Aufgaben gemäß des Sächsischen Naturschutzgesetzes wahr und hat folgende Arbeitsschwerpunkte: Umsetzung von praktischen Naturschutzmaßnahmen auf eigenen oder fremden Flächen, Umweltbildung für junge Menschen und sogenannte Multiplikatoren, die Vernetzung von Natur- und Umweltschutzakteuren in Sachsen sowie die finanzielle Förderung von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen Dritter.
Das Büro für angewandte Landschaftsökologie K. Mammen & U. Mammen (ÖKOTOP GbR) ist seit 2001 in Nordwestsachsen im Feldhamsterschutz aktiv. Die Gesellschafterin Kerstin Mammen ist Gründungsmitglied der International Hamster Workgroup. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit dem Feldhamster weit über die Grenzen von Sachsen hinaus berät die ÖKOTOP GbR den Arbeitskreis zu allen Fragen zur Biologie und zum Schutz dieser Art sowie zum Monitoring und zu Forschungsfragen.
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